Die Rolle von „Wind“ in der TCM
In der chinesischen Medizin wird Heuschnupfen häufig mit dem Eindringen von Wind in Verbindung gebracht.
In der TCM werden verschiedene energetische Disharmonie -Muster
unterschieden:
Wind Kälte
Typische Symptome können sein: klare, wässrige laufende Nase, häufiges Niesen, wenig Augenrötung und eine empfindliche Nase. Manche Menschen fühlen sich zusätzlich leicht fröstelig.
Wind Hitze
Hier stehen oft juckende oder gerötete Augen im Vordergrund. Weitere Hinweise können brennend Schleimhäute, gelbliches Nasensekret oder ein Wärmegefühl im Gesicht sein.
Schleim und Feuchtigkeit
Wenn zusätzlich eine verstopfte Nase oder Druck in den Nebenhöhlen besteht, können Schleim oder Feuchtigkeit beteiligt sein. Häufig zeigen sich dann eine verstopfte Nase, viel Schleim oder ein Schweregefühl im Kopf.
Behandlung in der Traditionellen Chinesischen Medizin
Ein wichtiger Unterschied zur westlichen Medizin ist, dass die chinesische Medizin nicht einfach „Heuschnupfen“ behandelt, sondern das individuelle energetische Muster. Je nach Diagnose kann es darum gehen, Wind auszuleiten, Hitze zu kühlen, Kälte zu vertreiben, Schleim zu transformieren oder die Abwehrenergie zu stärken.
Akupunktur
Akupunktur kann helfen, den Energiefluss im Körper zu regulieren, das Immunsystem zu stabilisieren und Symptome wie Juckreiz, Niesen oder Schleimproduktion zu reduzieren.
Chinesische Kräutertherapie
In der chinesischen Kräutertherapie gibt es keine Kräuter speziell „gegen Heuschnupfen“. Stattdessen werden Kräuter eingesetzt, die auf die zugrunde liegende Disharmonie wirken. So können Kräuter
beispielsweise Wind ausleiten, Hitze kühlen, Kälte vertreiben oder Feuchtigkeit und Schleim transformieren.
Behandlung in meiner Praxis
In meiner Praxis für Traditionelle Chinesische Medizin in Berlin Prenzlauer Berg behandele ich regelmäßig Patientinnen und Patienten mit Heuschnupfen. Die Therapie erfolgt individuell mit Akupunktur,
chinesischer Kräutertherapie und gegebenenfalls Empfehlungen zur Ernährung nach TCM.